Bewegung

Die WHO geht davon aus, dass sich mindestens zwei Drittel der Bevölkerung zu wenig bewegen. Die Eurobarometer-Studie zeigt, dass nur 26 % der ÖsterreicherInnen ein Bewegungsniveau aufweisen, das für die Erhaltung von Gesundheit notwendig ist.

Das Selbstbild sieht allerdings etwas anders aus: Laut Gesundheitsbericht 2010 wiesen nach eigenen Auskünften 61% der SteirerInnen ein hohes Bewegungsniveau auf, weitere 20% gaben ein mittleres Bewegungsniveau an und den restlichen 19% wurde ein sitzender Lebensstil zugewiesen. Nach eigenen Angaben bewegen sich Männer mehr als Frauen, und mit steigendem Alter nimmt tendenziell der Anteil jener zu, die sich zu wenig bewegen.

 

Körperliche Aktivität, Gesundheit und Lebensqualität stehen jedenfalls in einem engen Zusammenhang. Der menschliche Körper benötigt regelmäßige körperliche Aktivität, um optimal zu funktionieren und gesund zu bleiben. Die Folgen eines bewegungsarmen Lebensstils können massive Auswirkungen auf die Gesundheit des Einzelnen haben.
Körperliche Inaktivität begünstigt Übergewicht, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Herz-Kreislauferkrankungen und sogar Depressionen.

Wir bewegen uns zu wenig, und das sollte sich dringend ändern. Wir müssen uns bemühen, Bewegung zur leichteren Wahl zu machen, es muss möglich sein, sie in den Alltag zu integrieren. Selbstverständlich müssen Altersgrenzen und gesundheitlicher Gesamtzustand der Einzelperson dabei berücksichtigt werden, damit möglichst viele Menschen die Vorteile gesundheitswirksamer Bewegung für sich entdecken können.

Bewegungsinitiativen für die Steiermark
In den steirischen als auch in den österreichischen Gesundheitszielen nimmt die Förderung der Bewegung einen zentralen Stellenwert ein, da das Bewegungsniveau in allen Altersgruppen der Bevölkerung unzureichend ist. Der Bewegungsmangel beginnt bereits im Kindesalter und setzt sich bis ins höhere Alter fort. Der primär- als auch sekundärpräventive Nutzen von Bewegung geht sowohl für das subjektive Wohlbefinden als auch für das Gesundheitssystem als Koproduzent von Gesundheit verloren. Der Bewegungsmangel ist aber nicht nur als individuelles Verhalten zu interpretieren, sondern auch als struktureller Mangel, da oftmals Lebenswelten eher bewegungshemmend als bewegungsfördernd sind.

Zur Umsetzung des steirischen Gesundheitsziels „Mit (…) Bewegung die Gesundheit der SteirerInnen verbessern" (Gesundheitsfonds Steiermark, 2011, S. 20-21) werden zwischen 2015 und 2017 vier Modellprojekte in der Steiermark umgesetzt werden.

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Plakat: Ausdauersportarten (max. Größe A0)