Verrückt? Na und – seelisch fit in Schule und Ausbildung

​Das Schulprojekt „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung" beschäftigt sich mit dem Thema seelische Gesundheit von Jugendlichen an allgemein bildenden höheren Schulen, berufsbildenden höheren Schulen sowie Berufsschulen ab der zehnten Schulstufe. Dieses Projekt beinhaltet eine große Bandbreite an Themen zur seelischen Gesundheit und geht unmittelbar auf die aktuellen Themen/Sorgen/Anliegen der SchülerInnen ein.

Seelische Krankheiten manifestieren sich häufig in der Jugendzeit und sind oft noch ein Tabuthema. Betroffene trauen sich, aus Angst vor Diskriminierung, nicht über ihre Probleme zu sprechen. Mit „Verrückt? Na und!" wird das Schweigen gebrochen und Jugendliche werden bezüglich des Themas seelische Gesundheit sensibilisiert. Sie lernen im Rahmen eines Workshops ihre eigenen Stärken und Ängste besser kennen. Jugendliche erfahren, wo und wie sie Unterstützung finden und vor allem, wie sie ihren FreundInnen helfen können. Im Workshop werden auch die LehrerInnen mit einbezogen, damit sie ein besseres Verständnis für die Gefühlswelt ihrer SchülerInnen bekommen und so ein gutes Klassenklima geschaffen werden kann. Das Besondere am Projekt ist die Einbeziehung eines Menschen, der selbst an einer psychiatrischen Erkrankung leidet. Erst das persönliche Kennenlernen und vor allem der direkte Erfahrungsaustausch ermöglicht eine Einstellungsveränderung ins Positive. Das Thema wird lebensnah, die Jugendlichen bekommen einen Praxisbezug und können ihre Fragen direkt an den Betroffenen stellen.

Das Projekt wird flächendeckend in der ganzen Steiermark eingesetzt und über den Gesundheitsförderungsfonds finanziert, weshalb den Schulen und auch den Schülern keine Kosten entstehen. Die Abwicklung erfolgt über den Dachverband der sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften Steiermarks, welcher alle fünf Trägerorganisationen zusammenfasst, die psychosoziale Beratungsstellen in der Steiermark betreiben. Die Teams, bestehend aus ProfessionistInnen und ExpertInnen in eigener Sache, werden vom Dachverband gestellt. Dadurch haben die Schüler einen Anknüpfungspunkt zu den Versorgungseinrichtungen in ihrer Region und verlieren im Bedarfsfall die Scheu.  

 

Kontakt

Mag. Petra Radkohl  
0664 35 67 023