Rauchfreie Schule

Tabakprävention mit Fokus auf Kinder und Jugendliche
Österreich ist ein Land der jungen Raucherinnen und Raucher. Laut einer Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist Österreich Spitzenreiter unter den 15-jährigen Rauchern. So greifen 29 Prozent der Mädchen und 27 Prozent der Buben zumindest einmal pro Woche zur Zigarette.

Rauchen stößt in Österreich aufgrund der lockeren Gesetzgebung im Vergleich zu anderen Ländern auf recht breite Akzeptanz. Nur in zwei anderen EU-Ländern neben Österreich (Belgien und Luxemburg) dürfen Jugendliche schon ab 16 Jahren Zigaretten kaufen – in allen anderen 25 EU-Ländern erst ab 18 Jahren. Ab Mai 2018 wird auch in Österreich das Bezugs- und Verkaufsalter von Zigaretten auf 18 Jahre gehoben. Die 24-Stunden-Verfügbarkeit von Zigaretten durch Zigarettenautomaten oder Verkaufsstellen, die auch in der Nacht geöffnet haben oder eine Gastronomie ohne Rauchverbot tragen ebenso dazu bei, dass Rauchen immer und überall möglich ist und als normal angesehen wird.

Somit ist die Aufhebung des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie vor allem aus jugendschutzrelevanter Sicht äußerst problematisch. Die Schule ist ein wichtiger Lebensraum, um auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen. Die STGKK ist seit vielen Jahren im Bereich der schulischen Gesundheitsförderung aktiv. Ein neues Angebot soll das Thema „Tabak" intensiv beleuchten und die Schüler dazu befähigen, das Nichtrauchen als selbstverständlich zu sehen. An einigen Schulen aus dem Netzwerk „Gesunde Schule-bewegtes Leben“  wird mit VIVID – der Fachstelle für Suchtprävention – ein umfangreiches Projekt zur Tabakprävention inhaltlich umgesetzt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, das Thema „Nichtrauchen in der Schule" als fixen Bestandteil in den Schulalltag und in den Unterricht zu integrieren, um das „Nichtrauchen" zur Norm zu erheben.


     


 

Kontakt

Mag. Bernhard Stelzl  
0316 8035 – 1526