Altern mit Zukunft

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Worum geht's?

Österreich unterliegt einem demografischen Wandel. Der Anteil der Menschen, die nicht mehr erwerbstätig sind, hat seit den 1970er Jahren stark zugenommen. 2017 lebten in Österreich 1,6 Millionen Menschen (18,5 Prozent), die 65 Jahre oder älter waren. In den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag (24,6%), Leoben (25%), Voitsberg (22,4%) und Murtal (22,9%) ist dieser Anteil besonders hoch

Das eigene Altern schieben wir gerne so lange wie möglich von uns weg. Unser Bild vom Alter(n) ist traditionell geprägt von Mangel, Verlust und Leid. Auch der öffentliche Blick registriert nur selten das Altern abseits von Krankheit und Pflege. Zugleich ist es unser Wunsch, möglichst gesund, aktiv und selbstbestimmt alt zu werden.

„Altern mit Zukunft" (AmZ) setzt derzeit in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag, Leoben, Voitsberg und Murtal Maßnahmen, Menschen vor Ort für das Alter(n) zu sensibilisieren und sie bei ihrem selbstbestimmten, möglichst gesunden und aktiven Älterwerden mit Angeboten zu unterstützen.

Das Land Steiermark und die steirischen Sozialversicherungsträger (Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau, Steiermärkische Gebietskrankenkasse, Sozialversicherungsanstalt der Bauern, Betriebskrankenkasse voestalpine Bahnsysteme, Betriebskrankenkasse Kapfenberg) haben gemeinsam mit mehreren Partnerorganisationen aus den Bereichen Gesundheit, Altern, Frauen und Erwachsenenbildung die Initiative „Altern mit Zukunft" ins Leben gerufen.

Wichtiges Kernelement des Projekts stellt der „Altern mit Zukunft - Kurs für Botschafterinnen und Botschafter" dar, in dem engagierte ehrenamtlich tätige Personen ausgebildet werden, um mit weiteren spezifischen AmZ-Formaten (Amz-Cafés, AmZ-Begehungen, „Gesünder länger leben"-Seminaren, Meine Gesundheit – meine Entscheidung) die Reichweite des Projekts zu erhöhen. Zudem wird im Rahmen des Projekts besonderes Augenmerk auf die regionale Vernetzung und den nachhaltigen Strukturaufbau gelegt.

„Altern mit Zukunft" bietet damit älteren Menschen die Möglichkeit, vor Ort mit anderen über ihre Anliegen und Wünsche zu sprechen, sich über gesundheitliche, soziale und rechtliche Aspekte des Alterns zu informieren, Unterstützungsangebote in der Region zu finden und selbst Aktivitäten zu organisieren.

 

Was passiert ab 2019?

Laufende Erweiterung der Vernetzung im Rahmen von regionalen Austauschrunden mit regionalen und kommunalen Akteuren, die Erfahrung zum Thema gesundes Altern einbringen können und bei der Umsetzung unterstützen (Umsetzung durch das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH).

 

In unserem 5-teiligen Format „Altern mit Zukunft – Kurs für Botschafterinnen und Botschafter" werden interessierte und engagierte ältere Personen für das Thema Gesundes Alter(n) sensibilisiert und auf verschiedene Aspekte einer ehrenamtlichen Tätigkeit vorbereitet. Diese Botschafterinnen und Botschafter sind in weiterer Folge wichtige Bindeglieder in der Region und arbeiten gemeinsam mit uns am Projekt weiter. (Umsetzung des Kurses durch Frauengesundheitszentrum, Styria vitalis, Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen, Verein inspire thinking, Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH).

AmZ-Begehungen haben zum Ziel Barrierefreiheit in umfassendem Sinne zu verwirklichen (sozial, räumlich, sprachlich aber auch institutionell) sowie die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse in kommunale Entscheidungsstrukturen zu integrieren. (Umsetzung Styria vitalis und Verein inspire thinking).

Bei den AmZ-Cafés handelt es sich um ein mehrteiliges Nachmittagsangebot (in der Regel drei bis vier Termine) für ältere, noch mobile Menschen, die im gemütlichen Rahmen gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen und Referenten jeweils ein Alternsthema näher besprechen. (Organisation Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH und Umsetzung regionale Referentinnen und Referenten)

Gesünder länger leben: Halbtages-Seminar mit vielen Informationen und wertvollen Tipps rund ums Alter(n) (Umsetzung Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen).

Mikroförderung: AmZ-Botschafterinnen und Botschafter können unter Berücksichtigung diverser Qualitätskriterien um einen finanziellen Zuschuss für Ihre gesundheitsförderlichen regionalen Projektideen ansuchen.

Öffentlichkeitsarbeit: Vorrangiges Ziel ist die Erstellung einer eigenen „Altern mit Zukunft" Website, eines Newsletters sowie von Printprodukten, um die Zielgruppe über verschiedene Kanäle mit Informationen zum gesunden Alter(n) zu erreichen. (Umsetzung Andrea Kern – Business Coaching & Change Management und Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH )

 

Was ist bereits in den letzten Jahren passiert?

Vernetzung mit regionalen und kommunalen Akteuren, die Erfahrung zum Thema gesundes Altern einbringen können und bei der Umsetzung unterstützen (Umsetzung durch das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH).

Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit in Form einer fünfteiligen Vortragsreihe und Artikeln in regionalen Medien (Organisation durch das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention).

Bürgerbeteiligung im Rahmen der Vortragsabende in Form von Diskussion/aktivem Austausch und in Form geführter Streifzüge in der Region.

Aktiv Cafés: Aktiv Cafés (= Nachmittagsworkshop) zu unterschiedlichen Aspekten des aktiven Alterns. Umsetzung in Kooperation mit erfahrenen Referentinnen und Referenten und Partnerorganisationen vor Ort (das Aktiv Café ist ein Format von Styria vitalis).

Kursreihe „Gesundes Wissen für Frauen und Männer" bzw. Kurse „Meine Gesundheit – Meine Entscheidung": Kurse zur Stärkung der Gesundheitskompetenz mit jeweils drei Teilen: (Umsetzung Frauengesundheitszentrum und Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH).

Teil 1 „Meine Gesundheit – Einflüsse, Chancen & Rechte"

Teil 2 „Gut informiert entscheiden"

Teil 3 „Gespräch mit der Ärztin, mit dem Arzt"

Streifzüge: Themenspezifische Führungen in der Region, um regionales Wissen sichtbar zu machen und auszutauschen (Umsetzung inspire thinking).

Gesünder länger leben: Halbtages-Seminare mit vielen Informationen und wertvollen Tipps rund ums Alter(n) (Umsetzung Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen).

Mobilitätsförderung in Pflegeheimen: Umsetzung eines speziellen Bewegungsförderungsprogramms für BewohnerInnen von 8 Pflegeheimen des Bezirks Bruck/Mürzzuschlag (Umsetzung Styria vitalis).

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​​Wenn Sie aus den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag, Leoben, Voitsberg oder Murtal sind und Interesse haben, in Ihrer Gemeinde ein Seminar oder eine Schulung zu organisieren oder selbst daran teilnehmen möchten, dann melden Sie sich bitte bei:

Kontakt

  Silvia Lackner, BSc MA Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH
05 02350-37932